Tag 10 – Von Coesfeld zurück nach Velbert (77 km)

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Jun 292022
 

Die letzte Etappe durch das Ruhrgebiet nehme ich durch die Städte, nicht über die am Anfang befahrenen Bahntrassen. Es ist Sonntag, und da macht es Spaß, die ineinander übergehenden Gemeinden und Städte des Ruhrgebietes von Nord nach Süd zu durchqueren, um dann in Werden den letzten Anstieg in Angriff zu nehmen.

Und dieser Berg von Werden nach Velbert hat es, zumal mit Gepäck auf dem Rad, ziemlich in sich. Ich werde alt!

Ende der Tour .... 🙂

Von Lette bei Coesfeld nach Losenburg/Velbert | Fahrradtour | Komoot

Tag 9: Von Merzen bei Bramsche nach Lette bei Coesfeld (ca. 100km)

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Jun 292022
 

Von Merzen bei Bramsche nach Lette bei Coesfeld | Fahrradtour | Komoot

In Rheine passiert mir das, weswegen meine liebe Frau sich weigert, mit mir auf Tour zu gehen: Statt den flachen Weg um Rheine herum zu wählen, radle ich knapp 100 Höhenmeter aufwärts, um mir das Denkmal der Wasserversorgung der Stadt Rheine aus dem frühen 20. Jahrhundert anzusehen und einen schönen Blick über die Stadt und die Landschaft zu genießen. 🙂

Alter Wasserspeicher bei Rheine
Blick über das Land bei Rheine aus 100 Metern Höhe

Einen Großteil der heutigen Tour verbringe ich auf der "RadBahn Münsterland", einer zum Radweg umgebauten Bahntrasse, mit seinem markanten Bahnhof / Café / Restaurant "Darfeld".

Ebenso interessant ist eine Ausstellung von Sandsteinskulpturen bei Hamern vor Coesfeld. Die Gebilde zeugen von viel Handwerkskunst und Kreativität!

Ein Steintrecker ...

Tag 8: Von Thülsfeld nach Merzen (77km)

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Jun 292022
 

Das NSG mit dem schönen Stausee verlasse ich gegen 8 Uhr, um eine entspannte Tour durch das ländliche, mit einigen wenigen Dörfern gespickte Land westlich der Städte Cloppenburg, Essen (Oldenburg) und Quakenbrück zu radeln.

Die Tour verläuft ruhig und ereignislos, wunderschöne Landschaften und alte Dörfer begleiten mich bis nach Merzen, wo mich ein "interessanter" CP erwartet. Kein Schild, nur eine Ansammlung von Kühen begrüßen mich. Der "Neu-Eigentümer" will keine Werbung machen, damit kein Gast gleich wieder kehrtmacht. Der Platz besteht aus einem riesigen Gelände mit vernachlässigten Gebäuden und Spielgeräten, die sicherlich 20 Jahre lang keine Kinder mehr gesehen haben. Die Anlagen sollen in der nächsten Zeit renoviert werden, der Eigentümer, ein ehemaliger Mobilheimdauermieter, hat bislang aber nur einen Mitarbeiter gefunden ....

Tag 7: Carolinensiel bis Thülsfeld Talsperre

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Jun 292022
 
Carolinensiel

103 km bis südlich von Friesoythe

Nun verlasse ich die Nordseeküste wieder mit einer gewissen Wehmut - es war doch wie "Urlaub".

Carolinensiel wurde 1729 angelegt und seit 1765 durch eine vorgelagerte Schleuse als einziger ostfriesischer Sielhafen vor Sturmfluten geschützt.

Wir lernen dass der Sielhafen der vorherrschende Hafentyp an der west- und ostfriesischen Nordseeküste ist. An einem Siel, das der Entwässerung des eingedeichten Landes dient, spült das austretende Binnenwasser eine tiefe Rinne ins Watt. Falls der Sielzug nicht genügend Wasser enthielt, um den Hafen zu reinigen, wurde früher ein Spülbecken (Niederländisch: Spoye) gebaut. Der Hafentypus wurde in den westlichen Niederlanden entwickelt.

Diese Rinnen und der Anschluss an die schiffbaren Wasserläufe im Hinterland, die Tiefs, machten die Siele zu geeigneten Standorten für Häfen im flachen Wattenmeer. Um eine Durchfahrt durch das Siel zu ermöglichen, baute man seit dem 15. Jahrhundert Sieltore und tunnelartige Gewölbe. Kleine Plattbodenschiffe konnten diese mit umgelegtem Mast passieren. Im 18. Jahrhundert begann man mit dem Bau offener Siele mit Klappbrücken. Diese konnten Segelschiffe mit stehenden Masten durchfahren.

Carolinensiel entwickelte sich zu einem wichtige Umschlagplatz im nördlichen Ostfriesland. Export von landwirtschaftlichen Produkten in die Hansestädte, in die Niederlande und nach Großbritannien; Import von Holz aus Skandinavien, Kohle und Wolle aus England.

Die Frachtensegler hatten einen geringen Tiefgang und waren daher für das Wattenmeer geeignet. Seine Blütezeit hatte der Hafen Mitte des 19. Jahrhunderts. Die umliegenden bäuerlichen Nachbarn misstrauten dem "Cliner Wind", der besonders weltoffenen und lebendigen Atmosphäre Carolinensiels ....

Carolinensiel
"Caroline" - zur Erinnerung an den Begriff "Cliner Wind" 2005 aufgestellt
Der Museumshafen in Carolinensiel

Der Skulpturengarten Funnix bei Wittmund

Einige Kliometer vor Wittmund sehe ich ein Hinweisschild auf den Skulpturengarten Funnix | Skulpturengarten Funnix (skulpturengarten-funnix.de) und beschließe, hier eine kulturell geprägte PPause einzulegen. Leider ist das Ausstellungsgelände geschlossen, für die Eröffnung bin ich einige Tage zu früh vorbeigekommen. Schade!

zu früh ...
Die übrigen Exponate hätten mich auf interessiert ...

Wilhelmshaven als Großstadt habe ich links liegen gelassen, das Marinemuseum wäre ein Grund für einen Besuch gewesen, aber ich fand großen Gefallen an ländlich-idyllischen ostfriesischen Feldern und Dörfern...

Über Westerstede, Bad Zwischenahn, und das Vehnemoor erreiche ich das Naturschutzgebiet "Talsperre Thülsfeld", wo ich mich auf einem recht leeren aber sehr großen CP häuslich niederlasse.

Im Restaurant am Stausee lerne ich Stephan kennen, der seinen wohlverdienten Feierabend um 21:00 Uhr gerade noch mit einem Salat genießen kann, da die Küche eigentlich schon geschlossen hat. Der Österreicher arbeitet für einen Sägehersteller und kämpft mit der Reparatur und lange vernachlässigten Wartung einer Säge in einem nahegelegenen Betrieb. Es wird ein unterhaltsamer Abend.

CP bei Talsperre Thülsfeld
CP bei Talsperre Thülsfeld

Carolinensiel bis Thülsfeld Talsperre | Gravel-Tour | Komoot