Mrz 222015
 
Wartung muss sein. Nachdem der kalte Winter nun seinem endgültigen Ende entgegen geht und leichtere Kleidung noch mehr Vorfreude auf die Große Tour macht, muss nach den notwendigen zweiwöchentlichen Reinigungs- und Wartungsarbeiten auf gefrorenem Rasen oder in einer eiskalten Garage nun im März eine etwas größe Maßnahme her: die vordere Bremse quietscht, die Kette hat sich gelängt und schleift im Chainglider (kein Wortspiel 😉 ) und muss geölt werden, das hintere Schutzblech muss gerichtet werden und - vor allem - das Kettenblatt muss ausgetauscht werden. Das 42-er Kettenblatt hat mit den 17 Zähnen auf dem Ritzel bisher wunderbar zusammengearbeitet. Eine Darstellung  der möglichen Ritzel-Kettenblatt-Kombinationen mit einer Rohloff-Schaltung 500/14 findet man hier.   Wie bereits berichtet, habe ich mich intensiv mit einer Erhöhung der Trittfrequenz beschäftigt und dies hat sich ausgezahlt! Weniger Belastung dder Knie und "leichteres" Klettern in den Steigungen. Mit der Kombination 40 Zähne auf dem Kettenblatt und 17 Zähnen auf dem Ritzel erhalte ich die Klettermöglichkeiten einer Gemse!!!!! Als ich diese Kombi vor einem Jahr bereits einmal ausprobierte, war ich zunächst sehr frustriert, weil ich meist gar nicht so schnell effektiv treten konnte, wie zur Beschleunigung nötig gewesen wäre.  Aber die Rocky Mountains sind ja nun nicht der Anstieg vom Baldeneysee nach Velbert! Mit Gepäck viele Kilometer bergan zu fahren, ist mit der kleineren Übersetzung sicher eher machbar. Ein kleiner Vergleich aus dem Fundus von Rohloff:
Fahrer A liebt komfortables Radfahren und fährt maximal Steigungen bis 5%. Soll das Radfahren als leicht empfunden werden, sollten 100 Watt Leistungsabgabe nicht überschritten werden. Aus der Tabelle 1 ergibt sich, dass bei einer Entfaltung von 2 m pro Kurbelumdrehung eine 5%ige Steigung mit 100 Watt zu bewältigen ist. Wollte Fahrer A eine Steigung von 7,5% mit 100 Watt bewältigen, benötigt er einen kleinsten Gang mit 1,3 m Entfaltung.Fahrer B möchte Steigungen von 12,5% hochfahren und akzeptiert, dass er sich hier anstrengen muss. Die Tabelle zeigt, dass er bei 200 Watt Leistungsabgabe eine Entfaltung von 1,6 m nicht überschreiten darf. Mit einer Entfaltung, wie sie für Fahrer A genügt, käme Fahrer B nur noch 10% Steigung hinauf.Fahrer C ist trainierter Sportler. Eine schweißtreibende Leistungsabgabe von 300 Watt ist für ihn kein Problem. Die Tabelle zeigt, dass er mit einem kleinsten Gang von 1,5 m Entfaltung eine 20%ige Steigung erklimmen kann. Blau gekennzeichnet sind die Bereiche, die aus Gleichgewichtsgründen nicht mehr fahrbar sind.
Tabelle 1: Erforderliche Entfaltung des kleinsten Ganges bei 60 Kurbelumdrehungen pro Minute
die weiteren Ausführungen erspare ich Euch an dieser Stelle, aber es lohnt sich für Interessierte (Nils, Andreas??), da mal reinzuschauen ...
Meine Kombination ist jetzt also 17 Zähne Ritzel  und 40 Zähne Kettenblatt.  Hier in der Gegend habe ich noch keinen (längeren) Berg erlebt, mit dem ich bei der Kombi in den 1. Gang hätte gehen müssen ...  Bequem ist natürlich immer schön 😉
 Posted by at 6:49 PM

Sorry, the comment form is closed at this time.