Jun 092016
 
Im gestrigen Beitrag fehlte die Karte, ist nachgeholt ... Four Lakes in a day! Vier Seen an einem Tag - und dann noch eine Fähre über den Lago Maggiore! Lago di Como, Lago di Varese,  Lago Maggiore und Lago di Mergozzo... Die erste Überraschung war, dass ich unerwartet schnell in Como bin. Eine gemütliche Stadtrundfahrt ergibt, dass dies eine quirlige aber liebenswürdige Altstadt ist, der Rest ist wohl hektisch wie alle anderen ... Der Dom hat schon geöffnet und die ersten Touristen strömen hinein, auch ich erhasche ein paar Blicke, obwohl mich die vielen Kirchen gar nicht mehr so sehr  interessieren, spätestens seit in Venedig selbst das Betreten eines Gotteshauses mit Eintrittsgeld verbunden war. Der Comer See ist recht reizvoll, die teuren Hafenliegeplätze kann sicherlich nicht jeder bezahlen. Es gibt nur einen Weg aus dieser Stadt und führt nach oben. Was selbst die Autos aufheulen lässt, bringt mich trotz "patience-mode" mit seinen sicherlich 30 Serpentinen mächtig ins Schwitzen. Zwei schmale aber glücklicherweise nicht sehr lange Tunnel überwinde ich mit allen eingeschalteten Lampen und höchstmöglichem Pulsschlag! Der Übergang zum nächsten Voralpensee,  dem Lago di Varese, hat eben seinen Preis. Die Straße selbst ist nur gelegentlich "radfahrerfreundlich", ansonsten wieder viel Verkehr. Aber ich erfahre viel Toleranz und keine Hupsignale - einmal sogar ein "thumbs up"! Einem liegengebliebenen Rennradfahrer kann ich mit Werkzeug aushelfen. Der gestählte Jungspund (ca. 33)  ist schwer beeindruckt, als er von meiner Tour erfährt ....:) Die Altstadt von Varese selbst erlebe ich wie so einige andere, der Kirchenvorplatz, an dem ich mein kleines Mittagessen zu mir nehme, entpuppt sich als einer Kirche zugehörig, welche dem patriotischen Kampf für die Freiheit geweiht ist. Im Durchgang zur Hauptstraße finden sich dann Huldigungen an die gefallenen Helden der beiden Weltkriege. Ein Latte Macchiato nach dem simplen Käse-Brot-Apfel-Mahl runden die Pause ab, und währendessen beobachte ich eine Gruppe von End-Zwanzigern. Gesprochen wird Englisch und Italienisch bunt gemischt, alle sind super-elegant angezogen  - echt schick! Nach wenigen Minuten bemerke ich Imponiergehabe und Gegenreaktionen und wende mich ab - not my cup of tea .... und weiter geht es Richtung Lago Maggiore. Der Anstieg ist diesmal nicht so heftig und dann rolle ich hinunter zur Stadt Laveno, von wo ich übersetze mit einer fast leeren Autofähre nach Verbena. Leider gibt es dort keinen Campingplatz - so dass ich noch 10 km bis zum Lago Mergozzo weiter bin - einem Ambiente, welches Niklas, mein Sohn, von Frühjahrstrainingstagen gut kennt. Der CP "Quiete" ist ok, aber weit überteuert. Die nächsten Tage werden mir alles abverlangen. Es geht über zwei Pässe Richtung Genfer See ...
 
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 Posted by at 7:58 PM

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