Mai 012016
 
Tag 3, 93 km von Kühlungsborn nach Darßer Ort im äußersten Norden des Darß.

Bericht  folgt. Bin zur Zeit erkrankt und schaffe es gerade so, die Tour zu fahren - aber das wird schon.

Hier nun der nachgeholte Bericht ...

Die Fahrt von Kühlungsborn nach Prerow auf dem Darß ist wirklich eine wunderbare Strecke. zunächst komme ich nach Bad Doberan, der Endstation der Museumsbahn "Molli" zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn - welche ich bereits vor ein paar Jahren erleben durfte - danach  weiter über Nienhagen zum Badeort Warnemünde, Rostock vorgelagert. Rostock selbst sollte man weiträumig umfahren, aber die Fähre über die Warne bietet hierfür eine einfache und unterhaltsame Variante. Warnemünde ist ein schöner Urlaubsort mit einem wunderbaren Sandstrand, einem kleinen Fischerhafen mit Flaniermeile und weiter abgelegen einem riesigen Kreuzschiff-Anleger ...

Auf dem Radweg auf der "Hohen Düne" komme ich in ein Gespräch mit einem Rentner aus Berlin, der sich direkt nach der Wende bereits eine Wohnung in Warnemünde gekauft hat und nun die Sommerfrische an der See verbringt.

Bis Graal-Müritz geht es durch dichten, naturbelassenen  Wald und danach durch das Ribnitzer und das Dierhager Moor hinein in die Vorpommersche Boddenlandschaft. Wustrow und Ahrenshoop erscheinen mir recht mondän, man sieht auch Fahrzeuge mit Berliner Kennzeichen - bereits jetzt, noch sehr früh im Jahr.

Prerow und Leuchtturm

Zwischen Ahrenshoop und Prerow, meinem Tagesziel, geht es durch dichten, sehr ursprünglichen Wald auf schwer zufahrenden Betonplatten als Weg - ein Überbleibsel aus alten DDR-Zeiten, als hier sicherlich nur Militärfahrzuge fuhren (keine Gewähr!). Kurz vor Prerow geht es nach links zum "Weststrand" und dem Prerower Leuchtturm, allen Ostseefahrern und Seglern sicher ein wichtiger Wegweiser. Dieser Komplex beherbergt ein inzigartiges Museum mit Ausstellungen über Flora und Fauna der Gegend und Beschreibung der ständigen Änderungen der Küstenlandschaft durch Wind und Wasser. Sehr empfehlenswert! Genau wie der langgestreckte Campingplatz "Regenbogen Prerow". Hier kann man sehen, wie innerhalb von 10 Jahren eine zweite, vorgelagerte Düne aufgespült wurde. Die Wohnwagen müssen jedes Jahr um 20 bis 30 Zentimeter angehoben werden, um nicht im Sand zu versinken.

Der Darß

Die Vorpommersche Boddenlandschaft ist einzigartig. Zur Homepage dieses größten Nationalparks an der deutschen Ostsee geht es hier. Mir haben vor allem die Einsamkeit, die Ruhe, die Naturbelassenheit und die freundlichen Menschen auf dem Campingplatz gefallen. Ein Camper bat mich mit einem Zwinkern im Auge, doch bitte nicht allzu Nettes über denPlatz zu scheiben, es sei in der Hochsaison schon nicht mehr so ruhig wie noch vor 10 oder 20 Jahren .... Naja, es ist schon schön!

 
Series Navigation<< 2 – Wismar4 – Darßer Ort – Stralsund >>

Sorry, the comment form is closed at this time.